Der 5. Tag

Nun ist die erste Woche meiner Delfintherapie schon wieder vorbei. Das ging fast ein bisschen zu schnell. Jetzt ist erstmal Wochenende und ich kann mich ein bisschen ausruhen, damit ich am Montag für die zweite Woche fit bin.

Im CDTC habe ich heute wieder den Vierfüßlerstand und den Kniestand trainiert. Dabei musste ich einen Ball mit meiner rechten und meiner linken Hand werfen und trotzdem das Gleichgewicht halten. Schwierig, schwierig, aber ich hab’s dann doch geschafft.

Meine Mama hat gestern einen Sonnenhut für mich gekauft. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn was auf meinem Kopf ist. Da werde ich ganz wild und sauer, bis das Ding weg ist. Den Hut habe ich heute aber super ausgehalten und meine Mama und mein Papa hoffen, dass das so bleibt, wenn wir das immer wieder fleissig üben.

Weil heute die erste Therapiewoche vorbei ist, hat mein Papa fast von der ganzen Therapiestunde am Dock ein Zeitraffervideo gemacht. Das sieht lustig aus, weil alle so schnell rumflitzen.

Der 4. Tag

Wie schnell das geht. Heute ist schon der vierte Tag meiner Delfintherapie.

Im CDTC habe ich heute geübt, magnetische Pfeile von einer Zielscheibe runterzunehmen. Dazu musste ich wieder in den Vierfüßlerstand, in den Kniestand und mit Sebastians Hilfe ins Stehen. Puuuh, das war eine Schufterei. Dafür durfte ich heute schon ein bisschen früher zu den Delfinen, wo Nubia schon auf uns gewartet hat. Und stellt Euch das mal vor: Ich hatte Sebastians Käppi aufgesetzt und hab mich nicht dagegen gewehrt. Den ganzen Weg vom CDTC zu den Docks. Und auch im Wasser hat Sebastian es mir immer wieder aufgesetzt, was immer besser klappt. Ich kann es überhaupt nicht leiden, eine Mütze, einen Hut oder ein Käppi aufzusetzen und wenn meine Mama oder mein Papa das versuchen, gibt es meistens Tränen und mein Kopf bleibt unbedeckt.

Im Wasser habe ich mit meiner Delfintherapeutin Nubia ganz tolle, aber auch schwierige Sachen gemacht, damit meine linke Hand trainiert wird.

Schaut’s Euch einfach an:

Der 3. Tag

Nachdem ich Anfang der Woche ein paar blöde epileptische Anfälle hatte, nach denen ich immer furchtbar müde bin, ging’s mir heute wieder richtig gut.

Im CDTC durfte ich mit Memory-Karten spielen, bei denen ich immer zwei gleiche Bilder finden musste. Das war ganz schön schwierig, weil ich dabei im Vierfüßlerstand auf dem Boden war und mit einer Hand die Karten nehmen musste.

Danach ging es ins Wasser zu den Delfinen. Weil ich es überhaupt nicht mag, eine Mütze aufzusetzen, hat Sebastian das heute mit mir geübt und ich konnte das schon ganz schön lange aushalten. Mal sehen, vielleicht bekommen wir das noch hin, denn bei der Hitze hier wäre es schon gut, eine Mütze aufzusetzen.

Auf dem Dock haben wir eine Brücke zu machen geübt. Dabei musste ich auf dem Rücken liegen und mein Becken hochheben. Das gibt Muskeln!

Zwischendurch durfte ich mit Bonnie „surfen“. Dabei liegen Sebastian und ich auf dem Bauch auf einem kleinen Surfbrett und Bonnie schiebt an. Da sausen wir gaaanz schnell durchs Wasser und das macht sooo viel Spaß.

Der 2. Tag

Pünktlich um 10.30 Uhr ging’s heute los: Der 2. Tag meiner Delfintherapie. Im CDTC musste ich mit einem Würfel mit unterschiedlichen Farbflächen würfeln – auch mit der linken Hand – und dann die passende Farbkarte dazu suchen. Dazu musste ich mal den Vierfüßlerstand machen, mal den Kniestand und mal auf dem Bauch liegen – alles abwechselnd. Das war ganz schön anstrengend.

Danach ging’s auch schon zu den Delfinen und was da passierte, könnt Ihr Euch in Papas Video anschauen:

Der 1. Tag

Heute war der erste Tag meiner Delfintherapie. Weil Papa und Mama vorher mit meinem Therapeut Sebastian gesprochen haben, mussten wir eine halbe Stunde vor der Therapie im CDTC sein. Klar, dass ich Sebastian sofort wiedererkannt hab. Nachdem meine Therapie besprochen wurde, ging’s auch schon los. Als erstes haben wir im CDTC gekegelt. Das musste ich auch mit der linken Hand machen. Einfach war das nicht, aber ich hab’s geschafft.

Dann ging es zu den Delfinen. Meine Delfintherapeutin heisst Nubia und ist eine ganz liebe Delfindame.

Zwischendrin haben wir auf dem Dock noch ein paar Übungen gemacht, bei denen ich auf dem Bauch liegen musste. Das hat mir gar nicht gefallen.

Es war ein toller Therapietag und ich freue mich schon auf morgen.

Poolparty

Als Geburtstagsparty gab’s heute eine Poolparty. Mein Papa und ich haben ganz viele Wellen gemacht. Das war lustig. Als wir ganz schrumpelig waren, haben wir uns zum trocknen in eine Cabana neben dem Pool gelegt.

Cool im Pool

Heute nachmittag haben wir einen Ausflug quer über die Insel gemacht, weil wir den Nationalpark besuchen wollten. Leider war an der einzigen Straße, die dorthin führt, eine Baustelle und wir durften nicht weiterfahren und mussten umkehren.

Zuhause sind meine Mama und mein Papa mit mir in den Pool gegangen, wo wir ganz viel Spaß gemacht haben. Papa hat aber auch dafür gesorgt, dass ich meine Beine trainiert habe. Das war lustig, aber auch ganz schön anstrengend.

Geschafft!

Vorgestern durfte ich mit meiner Mama und meinem Papa wieder zu den Delfinen fliegen. Das war eine Aufregung: Zuerst sind wir von Nürnberg nach Düsseldorf geflogen. Als wir nach Curaçao weiterfliegen wollten, wurde der Flug ganz plötzlich anulliert. Nun standen wir da in Düsseldorf und konnten nicht weiterfliegen. Wir mussten unser ganzes Gepäck wieder abholen. Eine ziemliche Schufterei, weil wir eine Menge Sachen für mich mitnehmen mussten. Auch meinen Walker haben wir dabei, damit ich auch auf Curaçao meine Beine trainieren kann.

Mit dem Mann vom Rolli-Service sind wir zum Schalter von Air Berlin gelaufen, um zu erfahren, wie es denn jetzt weiter geht. Dazwischen hat mein Papa immer wieder mit Herrn Bröker von dolphin aid telefoniert. Vor dem Schalter von Air Berlin standen sooooooooo viele Leute, die nicht weiterfliegen konnten, weil auch ihre Flüge storniert wurden. Viele Polizisten waren auch da und ein paar Leute mit Fernsehkameras.

Plötzlich ist eine Frau durch die vielen Menschen gelaufen und rief: „Der Flug nach Curaçao findet statt!“. Was für eine Nachricht!

Der Mann vom Rolli-Service ist sofort mit uns zum Einchecken gelaufen, wo wir unsere Koffer wieder aufgegeben haben. Gleich danach sind wir zu einem anderen Schalter geflitzt und haben dort das Sondergepäck aufgegeben.

Danach sind wir zum Gate gegangen. Das ist da, wo das Flugzeug parkt und die Leute einsteigen.

Dort mussten wir noch warten, bis die anderen Therapiefamilien da waren und bis wir ins Flugzeug einsteigen durften. Mein Papa hat mich zu unseren Sitzen getragen und dann ging’s los – aber ein paar Stunden und ziemlich viel Aufregung später, als es geplant war.

Blöd ist jetzt halt, dass Air Berlin ab dem 25. September keine Karibikflüge mehr macht. Wie wir nach Hause kommen, weiß noch niemand, aber Herr Bröker von dolphin aid hat meinem Papa gesagt, dass der Rückflug für die Therapiefamilien von Curaçao nach Amsterdam schon gesichert ist und man uns von da aus auch alle nach Hause bekommt, weil uns dolphin aid nicht im Stich lässt. Meine Mama und mein Papa machen sich trotzdem Sorgen, aber jetzt sind wir ja erstmal hier. Übrigens ist es ganz schön heiss hier. Gestern sind wir zum Einkaufen gefahren und da waren’s 35 Grad draußen. Am Nachmittag war ich mit meinem Papa im Pool und habe meine Beine trainiert. Dann haben wir einen Ball im Pool entdeckt, mit dem wir gespielt haben.

Komm mit uns nach Curaçao!

Nur noch drei Tage …

… dann darf ich zu den Delfinen. Ganz früh geht’s von Nürnberg nach Düsseldorf und dann von Düsseldorf weiter nach Curaçao. Meine Mama und mein Papa sind schon ganz nervös, weil wir mit Air Berlin fliegen. Meine Mama schaut schon ganz lange jeden Tag im Internet nach, ob die Flüge mit Air Berlin auch wirklich starten oder nicht. Ich glaube, dass es ganz gut aussieht, weil alle Flüge planmäßig gestartet sind. Es wird schon alles gut gehen und ich werde berichten, wann wir auf Curaçao angekommen sind.

Klar, dass ich hier auf meiner Internetseite auch von meiner Delfintherapie und der Zeit auf Curaçao berichten werde. Besucht einfach immer wieder meine Seite. So lange wir auf Curaçao sind, gibt es hier jeden Tag was zu sehen oder zu lesen.

Ein ganz dickes Dankeschön schicke ich an alle, die meiner Mama und meinem Papa mit ihren Spenden dabei geholfen haben, dass ich nochmal zu den Delfinen darf. Allein und ohne Eure Hilfe hätten sie das nicht geschafft. Dankeschön.

 

Bis bald,
Euer Nico

Spinaaaaaat…

Hurra, heute gab’s Spinat zum Abendessen. Wo ich Spinat doch so gerne mag, zusammen mit Kartoffeln und Rührei. Das hat soooooo gut geschmeckt, dass ich am Schluss unbedingt noch den großen Löffel ablecken musste.