Wieder was gelernt

Schaut mal, was ich gelernt habe, seit wir hier auf Curaçao sind. Klasse oder? Ein bisschen was geht zwar noch daneben, aber das krieg ich auch noch hin. Wetten?

Meine Mama und mein Papa platzen, weil sie so stolz auf mich sind.

Der 6. Tag

Der 6. Tag ist gleichzeitig der Anfang der zweiten Woche meiner Delfintherapie. Gestern hab ich mich richtig ausgeruht, damit ich heute vormittag fit war. Das hat auch super geklappt und so habe ich im CDTC im Vierfüßlerstand verschiedene Sachen unter einer ganz schweren Decke suchen und rausholen müssen. Das war schwierig, weil die Decke so richtig schwer war.

Als es zu den Delfinen ging, musste ich meinen Hut aufsetzen. Das hat auch eine ganze Weile super geklappt, aber der Wind hat mir immer wieder die Krempe vor die Augen gepustet. Sebastian hat mir auch die Tauchermaske wieder aufgesetzt, genau wie letzte Woche. Er hat bis zehn gezählt und so lange hab ich die Maske aufbehalten. Dann hat er noch mit einem Stift, der lustig brummt, auf meinem Gesicht „gemalt“. Das war lustig und ich durfte das auch mal ganz allein und ohne Hilfe ausprobieren.

Heute in einer Woche

Genau heute in einer Woche müssen wir wieder heimfliegen. Als wir hergeflogen sind, war das ja eine riesengroße Aufregung. In Düsseldorf wurde der Flug nach Curaçao gestrichen. Ganz kurz bevor wir einsteigen wollten. Nach ganz viel Hin und Her hieß es dann plötzlich, dass doch geflogen wird. Nachdem unser ganzes Gepäck aber schon ausgecheckt war, mussten wir wieder neu einchecken und mit einer heftigen Verspätung ging’s dann doch noch nach Curaçao zu den Delfinen.

Meine Mama und mein Papa haben ganz schön geschwitzt und machten sich große Sorgen, wie wir wieder heim kommen. Bei Air Berlin hieß es nämlich, dass es ab dem 25. September keine Flüge nach Curaçao und zurück geben wird. Na toll! Unser Heimflug sollte am 3. Oktober sein. Und was jetzt? Wie kommen wir wieder heim und wie sollen meine Mama und mein Papa das bezahlen?

Nach vielen SMS, E-Mails und Telefonieren mit Herrn Bröker von dolphin aid wissen wir jetzt, dass wir nach Hause kommen. Zwar leider zwei Tage früher als wir normalerweise heimgekommen wären, aber wir kommen heim. Furchtbar anstrengend wird’s halt werden, weil wir von Curaçao nach Amsterdam fliegen und von da aus mit dem Bus nach Düsseldorf fahren. Von dort fliegen wir dann nach Nürnberg und fahren dann mit dem Auto heim. Erst zwölf Stunden im Flugzeug von Curaçao nach Amsterdam, dann drei bis vier Stunden mit dem Bus nach Düsseldorf und von dort aus nochmal eine gute Stunde nach Nürnberg und von da aus eineinhalb Stunden mit dem Auto heim. Dazu kommen noch die Wartezeiten dazwischen und die Zeit, die wir schon vor dem Abflug auf Curaçao am Flughafen sein müssen. Puuuh… das wird ein laaaaaanger Tag.

Aber meine Mama und mein Papa müssen wahrscheinlich nichts draufzahlen, weil sich dolphin aid darum gekümmert hat.

Dankeschön an alle von dolphin aid, dass Ihr Euch so für uns eingesetzt habt und uns auf Curaçao nicht hängen lasst.

Der 5. Tag

Nun ist die erste Woche meiner Delfintherapie schon wieder vorbei. Das ging fast ein bisschen zu schnell. Jetzt ist erstmal Wochenende und ich kann mich ein bisschen ausruhen, damit ich am Montag für die zweite Woche fit bin.

Im CDTC habe ich heute wieder den Vierfüßlerstand und den Kniestand trainiert. Dabei musste ich einen Ball mit meiner rechten und meiner linken Hand werfen und trotzdem das Gleichgewicht halten. Schwierig, schwierig, aber ich hab’s dann doch geschafft.

Meine Mama hat gestern einen Sonnenhut für mich gekauft. Ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn was auf meinem Kopf ist. Da werde ich ganz wild und sauer, bis das Ding weg ist. Den Hut habe ich heute aber super ausgehalten und meine Mama und mein Papa hoffen, dass das so bleibt, wenn wir das immer wieder fleissig üben.

Weil heute die erste Therapiewoche vorbei ist, hat mein Papa fast von der ganzen Therapiestunde am Dock ein Zeitraffervideo gemacht. Das sieht lustig aus, weil alle so schnell rumflitzen.

Der 4. Tag

Wie schnell das geht. Heute ist schon der vierte Tag meiner Delfintherapie.

Im CDTC habe ich heute geübt, magnetische Pfeile von einer Zielscheibe runterzunehmen. Dazu musste ich wieder in den Vierfüßlerstand, in den Kniestand und mit Sebastians Hilfe ins Stehen. Puuuh, das war eine Schufterei. Dafür durfte ich heute schon ein bisschen früher zu den Delfinen, wo Nubia schon auf uns gewartet hat. Und stellt Euch das mal vor: Ich hatte Sebastians Käppi aufgesetzt und hab mich nicht dagegen gewehrt. Den ganzen Weg vom CDTC zu den Docks. Und auch im Wasser hat Sebastian es mir immer wieder aufgesetzt, was immer besser klappt. Ich kann es überhaupt nicht leiden, eine Mütze, einen Hut oder ein Käppi aufzusetzen und wenn meine Mama oder mein Papa das versuchen, gibt es meistens Tränen und mein Kopf bleibt unbedeckt.

Im Wasser habe ich mit meiner Delfintherapeutin Nubia ganz tolle, aber auch schwierige Sachen gemacht, damit meine linke Hand trainiert wird.

Schaut’s Euch einfach an:

Der 3. Tag

Nachdem ich Anfang der Woche ein paar blöde epileptische Anfälle hatte, nach denen ich immer furchtbar müde bin, ging’s mir heute wieder richtig gut.

Im CDTC durfte ich mit Memory-Karten spielen, bei denen ich immer zwei gleiche Bilder finden musste. Das war ganz schön schwierig, weil ich dabei im Vierfüßlerstand auf dem Boden war und mit einer Hand die Karten nehmen musste.

Danach ging es ins Wasser zu den Delfinen. Weil ich es überhaupt nicht mag, eine Mütze aufzusetzen, hat Sebastian das heute mit mir geübt und ich konnte das schon ganz schön lange aushalten. Mal sehen, vielleicht bekommen wir das noch hin, denn bei der Hitze hier wäre es schon gut, eine Mütze aufzusetzen.

Auf dem Dock haben wir eine Brücke zu machen geübt. Dabei musste ich auf dem Rücken liegen und mein Becken hochheben. Das gibt Muskeln!

Zwischendurch durfte ich mit Bonnie „surfen“. Dabei liegen Sebastian und ich auf dem Bauch auf einem kleinen Surfbrett und Bonnie schiebt an. Da sausen wir gaaanz schnell durchs Wasser und das macht sooo viel Spaß.

Der 2. Tag

Pünktlich um 10.30 Uhr ging’s heute los: Der 2. Tag meiner Delfintherapie. Im CDTC musste ich mit einem Würfel mit unterschiedlichen Farbflächen würfeln – auch mit der linken Hand – und dann die passende Farbkarte dazu suchen. Dazu musste ich mal den Vierfüßlerstand machen, mal den Kniestand und mal auf dem Bauch liegen – alles abwechselnd. Das war ganz schön anstrengend.

Danach ging’s auch schon zu den Delfinen und was da passierte, könnt Ihr Euch in Papas Video anschauen:

Der 1. Tag

Heute war der erste Tag meiner Delfintherapie. Weil Papa und Mama vorher mit meinem Therapeut Sebastian gesprochen haben, mussten wir eine halbe Stunde vor der Therapie im CDTC sein. Klar, dass ich Sebastian sofort wiedererkannt hab. Nachdem meine Therapie besprochen wurde, ging’s auch schon los. Als erstes haben wir im CDTC gekegelt. Das musste ich auch mit der linken Hand machen. Einfach war das nicht, aber ich hab’s geschafft.

Dann ging es zu den Delfinen. Meine Delfintherapeutin heisst Nubia und ist eine ganz liebe Delfindame.

Zwischendrin haben wir auf dem Dock noch ein paar Übungen gemacht, bei denen ich auf dem Bauch liegen musste. Das hat mir gar nicht gefallen.

Es war ein toller Therapietag und ich freue mich schon auf morgen.

Poolparty

Als Geburtstagsparty gab’s heute eine Poolparty. Mein Papa und ich haben ganz viele Wellen gemacht. Das war lustig. Als wir ganz schrumpelig waren, haben wir uns zum trocknen in eine Cabana neben dem Pool gelegt.

Cool im Pool

Heute nachmittag haben wir einen Ausflug quer über die Insel gemacht, weil wir den Nationalpark besuchen wollten. Leider war an der einzigen Straße, die dorthin führt, eine Baustelle und wir durften nicht weiterfahren und mussten umkehren.

Zuhause sind meine Mama und mein Papa mit mir in den Pool gegangen, wo wir ganz viel Spaß gemacht haben. Papa hat aber auch dafür gesorgt, dass ich meine Beine trainiert habe. Das war lustig, aber auch ganz schön anstrengend.